Berlingen: Zwei Jahre, zwei völlig verschiedene Seeufer
2024: Ein Holzsteg, ein Motorrad und staunende Feuerwehrleute
2024 war in Berlingen Hochwasser. Der Ort war an diesem Tag mehr oder weniger blockiert. Wie ich es trotzdem geschafft habe, mich mit dem Motorrad dorthin zu verirren, weiss ich bis heute nicht so genau. Jedenfalls stand ich plötzlich vor einem schmalen Holzsteg, der eigentlich für Fahrräder gedacht war.
Ich fuhr vorsichtig darauf – und merkte, wie sich der Steg unter dem Gewicht des Motorrads extrem durchbog. Gegen Ende hatte ich auf beiden Seiten nur noch wenige Zentimeter Platz. Die Feuerwehrleute in der Nähe sahen mich an, als hätten sie gerade einen Motorradstunt gesehen, den wirklich niemand bestellt hatte. Ihre Kiefer lagen jedenfalls gefühlt auf dem Boden.
Es ging alles gut. Trotzdem gehört die Geschichte eindeutig in die Kategorie: Kann man erzählen, sollte man aber auf keinen Fall wiederholen. Danach hielt ich am See an und rauchte erst einmal eine Zigarette. Das Foto von damals entstand also nach meiner sehr persönlichen Hochwasserprüfung.
2026: Zurück am See, diesmal auf trockenem Boden
Heute wird nach dem heissen Sommer über den tiefen Wasserstand des Sees gesprochen. Bei angenehmen 25 Grad Ende September fuhr ich wieder am See entlang und hielt noch einmal am selben Ort für ein Vergleichsfoto an. Diesmal ganz ohne Holzsteg und Feuerwehrpublikum.
Der Unterschied zwischen den Bildern ist schon krass. Und wer genau hinschaut, entdeckt noch einen zweiten: Das Motorrad von 2024 war meine Vorgängermaschine. Dass die beiden sich so ähnlich sehen, ist kein Zufall – ich habe beide selbst so gestaltet. Gleicher Ort, vertrauter Look, zwei verschiedene Motorräder und zwei völlig unterschiedliche Wasserstände.


Mag mich no erinnere, schon extrem gsi und jetzt wieder so en extreme Herbscht.